Der ganz normale Wahnsinn – Fahrrad fahren in BCN

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„Das ist doch lebensgefährlich, hier kann man doch nicht Rad fahren“, so eine Mitschülerin aus der Sprachschule. Sie hat schon recht, es ist gefährlich. Aber wenn man sich an einige grundlegende Regeln hält, funktioniert es ganz gut. Denn die gute Nachricht ist: es gibt Radwege, wenn auch nicht superviele. Die funktionieren,  etwas anders als bei uns, nicht immer einfach an der Straße,  sondern häufig gegenläufig an einem Rand, so dass man bisweilen das Gefühl hat, auf der falschen Seite zu fahren. Ansonsten ganz normal. Eine der zu beachtenden Regeln: nur weil rot ist, muss man noch lange nicht halten. Ganz im Gegenteil, dann fällt man auf. Es gilt gucken und wenn keiner kommt beherzt in die Pedale treten. Weiter gilt, dass „angehupt“ zu werden nichts schlimmes sein muss. Der Busfahrer, der mich heut morgen sogar zum Anhalten gezwungen hat (Hupen, leicht schneiden, aus dem Fenster winken) wollte mich nur darauf aufmerksam machen, dass seiner Meinung nach meine Tasche im Körbchen nicht ausreichend gesichert war. Erst als ich meine filigrane Wickeltechnik aufdeckte, war er zufrieden. Zwei Ecken weiter hat er mich dann noch mal angehupt – diesmal um Adios zu winken…

Und dann ist da noch die Sache mit dem Licht. Das braucht man nicht. Unser Verleiher hat uns das zwar erklärt,  wir haben es aber nicht geglaubt. Ist aber so. Vielleicht liegt das daran, dass an allen Rädern was nicht Niet- und Nagelfest ist (also mit guten Schlössern gesichert) geklaut wird. Sogar an den ältesten Krücken.

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